Südliches Afrika 2015

Von Windhuk bis an die Südspitze von Afrika – Kap Agulhas

06. 02. Abflug

Nachtflug (ab Frankfurt 20.10 Uhr) nach Windhoek mit Air Namibia

07. 02. Windhoek

Ankunft 7.30 Uhr. Andreas von „Elisenheim“ holt uns ab.
Günter aus Augsburg ist schon da, er ist von Atar (Mauretanien) über Niger und Tschad (unter Umgehung von Nigeria und Kamerun) dann unsere Route vom letzten Jahr gefahren – alles ohne Probleme.

08. 02. Sonntag 30-35° C, es ist Sommer, aber auch Regenzeit.
Auto richten

09. 02. GPS 22° 35.091S/17° 05.488O

Abfahrt und Einkaufen in Windhoek
Hier in unmittelbarer Umgebung ist Super Spar zum Einkaufen, das Gebäude für die Roadtax (im 1.Stock), und in der Voigtstrasse der Zoll (22 34.927/17 04.704) für das Carnet, aber auch ein Autoverglaser. Geldwechsel: 1 Euro = 12 ND

Abfahrt Richtung „Walfishbay“ auf der C26 am Eros Airport vorbei nach Süden. Vorsicht, die Sonne steht mittags im Norden.

Am Gamsbergpass beginnt die sehr schöne Gebirgsstrecke. Übernachtung in der Rooiklip Farm (18km von Hauptstrasse auf der M49.) Toller Platz, aber in der Saison nur mit Voranmeldung, wie bei fast allen Campplätzen, da diese meist nur sehr wenige aber riesige Stellplätze haben.

Unser erster fantastischer Sonnenuntergang.

10. 02. Weiterfahrt nach „Sossouvlei“

In „Solitaire“ machen wir Halt im Cafe bei den „Oldtimern im Sand“. Direkte Weiterfahrt in „Sesriem“ nach der notwendigen Campplatzreservierung für die Nacht bis zum letzten Parkplatz (4x4 wegen 1km  Sand). Wir sind alleine weil ein Sandsturm aufzieht. Es ist heiß, im Sand verbrennt man sich die Füsse, aber wir gehen trotzdem los, das „Deadvlei“ zu suchen. Keinerlei Spuren mehr zu sehen, wir verlaufen uns zuerst, der Sturm lässt nach und wir finden das Deadvlei menschenleer im Abendlicht – ein Traum. Später erscheinen drei „Models“ mit Fotograf. So kommen wir halt erst gegen 21 Uhr zurück auf den Campplatz.

11. 02.

580 km weit nach „Keetmannshoop“ zu den Köcherbäumen gefahren.
Durch und am westlichen Rand der Tirasberge entlang gibt es viele Antilopen. Es ist Sommer, bis 45°C im Schatten.
Ein Gewitter zieht auf und beschert uns in dem Köcherbaumwald einen super Sonnenuntergang. Die Riesen Aloen wachsen zwischen 170 Mio. Jahre alten Doloritfelsen. Dazwischen hupfen die Klippschliefer herum. Toll, ein absolutes Muss, wobei wir auch hier das Glück haben alleine zu sein. Nachts ein paar Regentropfen.

12. 02. „Fish River Canyon“

Grandios, der zweitgrösste Canyon nach dem Grand Canyon. Den ganzen Mittag fahren und laufen wir den Canyon entlang, soweit das möglich ist.

Schönes Wetter, aber wieder heiß. Abends in „Hobas“ wird es dann kühl.

13. 02. „Richtersfield Park“

Damit mal etwas „Geländefeeling“ aufkommt sind wir von der C37 auf den „Gamchab Riverbed Trail“ abgebogen, um an den Oranje zu kommen. Interessante Verfärbungen auf der Piste im Wasser.

Am Oranje entlang geht’s dann nach „Sendlingsdrif“. Dort mit der Fähre über den Oranje nach Südafrika. Alle Formalitäten ohne Probleme. Auch der Eintritt und die Zeltplatzgebühren werden hier bezahlt. 1750 Rand (13 Rand = 1 Euro) also 135 Euro für Eintritt und 3 Campplatz-Übernachtungen für 2 Personen. Die freundliche Dame streicht uns die „zu schwierigen“ Passagen aus der Karte, logisch fahren wir die dann durchs Gebirge. Nette, uns unbekannte Pflanzen gibt es dort zu sehen, Übernachtung dann auf dem schönen Campplatz „De Hoop“. Freies Campen ist nicht erlaubt.

14. 02. Im Richtersfield Park

Von „De Hoop“ am Oranje entlang nach „Richtersberg“ und von dort „off road“ satt nach Westen, dann nach Osten über „Water Shed“ nach „Kokersboomkloof“. Das ganze bei ca. 35°C und blauem Himmel. Hier haben Riesen mit Felsen und Felskugeln gespielt – fantastisch.

Mitten in der Wildnis stehen 4 Häuschen mit Klo und Spültisch mit fließend Wasser. Es erstaunt uns nicht mehr, daß wir auch hier wieder alleine sind, es sind uns gerade mal 3 Autos begegnet.

15. 02. Richtersfield Park zur Küste. Nachts 15 °C

Der erst nach Süden und dann nach Norden führende Trail ist 14 km lang offroadig. Klippspringer stehen in der Ferne. Über „Khubus“ dann direkt am Oranje entlang nach „Oranjemund/Alexander Bay“ und nach „Port Nolloth“. Es ist kühl zum Mittag, nur noch 21°C.

Wir fahren wieder ins Landesinnere bei 35°C über „Springbock“ auf der N7 bis „Kamieskroon“. Dort beim Hotel auf der Campsite übernachtet.

16. 02.

Elende Fahrerei auf der N7 bis „Piketberg“ (Mittagessen) und vergeblicher Versuch etwas einzukaufen. Dann nach Westen nach „Vredenburg“. Guter Einkauf in grossem „Spar“, scheint eine Feriengegend zu sein, viele Weiße.

„Saldanha“ ist ein übler Industrieort. Auf dem „Langebaan“ Camping keinerlei Einkaufsmöglichkeit.

17. 02. „West Coast National Park“ – Kap der guten Hoffnung

Im Park sind einige Vögel zu sehen. Weiterfahrt über den Reichen-Vorort „Bloubergstrand“ mit tollem Blick auf den Tafelberg nach und durch Kapstadt hindurch an vielen schönen Buchten entlang bis ans „Kap der guten Hoffnung“. Das südliche Afrika ist bei tollem Wetter und 28°C erreicht.

Sehr schwierig hier auf der Halbinsel einen Campplatz zu finden. Einige sind bereits um 16 Uhr geschlossen, und ohne Voranmeldung sowieso nichts zu machen. Gegen 19 Uhr finden wir in „Kommetje“, südlich von Kapstadt einen Platz. (34° 08.00/18° 20.24)

18. 02. „Kapstadt“

1/12 Std. Fahrt bis rein nach Kapstadt bis vor an den Hafen. Es scheint auch das Centrum von Kapstadt zu sein – viele Malls, aber leer. Dann der Touristenteil mit Riesenrad und vielen Kneipen. Das Fahren mit dem Riesenrad lohnt sich, ebenso wie das Besichtigen eines Ladens mit Afrika Waren aus vielen afrikanischen Ländern. Wir hätten dort Stunden verbringen können zwischen den Masken, Figuren, Dogontüren und Waffen. Toll, ist wohl nicht nur nachgemachte Touriware, zumindest lassen die Preise darauf schliessen.

Da der Tafelberg heute von Wolken verhangen ist, fahren wir auf den „Signal Hill“, wahrscheinlich hat man von hier aus die beste Sicht auf die Stadt.

Im Stau dann wieder raus aus der Stadt Richtung Südost. Camp bei „Hermanus“. Das Wetter ist jetzt gut, bis 35°C.

19. 02. „Hermanus“

Wal-Sichtungsort, aber bereits von September bis Dezember. Auffällig viele super Häuser auch hier, umgeben von Betonmauern mit Elektrodraht und daneben die heruntergekommenen townships der Schwarzen. Irgendwie passt hier nichts zusammen. Was soll sich hier mit oder nach Mandela geändert haben?

„Kap Agulhas“ der südlichste Punkt Afrikas ist für uns nach 41 000km erreicht. Hier treffen der Indische und Atlantische Ozean zusammen. Es ist sehr windig und nur 22°C warm.

Von Bremach Afrikafahrern bekommen wir den Tip mit dem Campplatz bei „Swellendam“ im „Bontebok National Park“. Bei einem einstündigen Rundgang dort sehen wir kein einziges Tier. Abends wird es kühl, nur noch 15°C.

20. 02. „Bontebok National Park“

Zum Frühstück stehen 5 Bonteböcke da und fressen ganz friedlich. Sie wurden fast bis zum Aussterben gejagt, es waren um 1900 nur noch 22 übrig, heute sind es ausschliesslich in diesem Park ca. 250 Tiere.

Über „Montague“ durch tolle Gebirgslandschaft mit Weinanbau und Pässen bis 1235m Höhe fahren wir nach „Touwsrivier“ auf die N1. Von dort nach Norden 250km durch Steppe und Wüste bis „Calvinia“. 38°C zum Mittagessen im Wildwestrestaurant in „Gansfontein“.

Die auf der Karte eingezeichneten Orte sind einzelne Farmen. In Calvinia sind alle Campplätze zu, bis auf einen bereits etwas ausserhalb. Wir haben bis heute schon 3 Tage Vorlauf, kommt uns im KTP zugute.

21. 02.

Ich habe die ganze Nacht gefroren, um 7 Uhr beim Aufstehen 8°C.

Weiter nach Norden weiter durch ödes Land. Mittags sind wir wieder mal am Oranje bei den „Augrabies Falls“. Wir laufen auf den angelegten Holzstegen herum, der Wasserfall fällt sehr dünn herunter in einen schmalen Graben.
Bilder zeigen jedoch wie gewaltig er bei Hochwasser sein kann. Es ist wieder warm hier.

22. 02.

Morgens klauen uns Paviane den Brotsack, d.h. mir direkt unter dem Kopf weg, da wir wieder mit offener Türe schlafen. In „Uptington“ nochmal Grosseinkauf, denn wir wollen heute in den KTP kommen. Jetzt um 11 Uhr bereits wieder 36°C.In „Twee-Rivieren“ Nachmittags dann 44,5°C beim Beobachten der ersten Tiere.

23. 02.

Gestern war eine Buchung im Botswanateil nicht möglich da Sonntag war. Wir haben nicht vorgebucht – wie auch – daher wird alles sehr kompliziert, aber wir bekommen tatsächlich ein Ticket für 3 Nächte in der „Mabuasehube“ Aera ab 25.2.

Kleine Runde, 5 Stunden für 140km vom Nossobtal ins Auobtal über „Tierkop“. Löwen, Giraffen, Springböcke, Gnus viele Oryxantilopen und einen tollen Webervogel-Nestbaum.


24. 02.

Fahrt nach „Nossob“. Mittags nördlich Nossob Richtung Polentswa. Sekretär, Crismon breastet (rot), Adler und einen einzelnen Gepard gesehen. Übernachtung in Nossob.

25. 02.

Morgens jagt ein Schakal Tauben an der Wasserstelle – lustig - er erwischt natürlich keine. Wir wollen bis „Matopi“ I oder II fahren, da wir erst ab 26. 02 einen gebuchten Platz in „Mabuasehube“ haben. Piste sehr tiefsandig und Wellblech. Wenig Tiere. Nachts etwas Regen.

26. 02.

Weiterfahrt nach „Bosobogolo“ und „Monamodi“ zurück zu unserm Platz nach „Boso“. Erdhörnchen fressen uns aus der Hand, eine gelähmte Heuschrecke wird von einer Riesenfliege wegtransportiert.

27. 02.

Am Camp 2 in „Mpayathutlwa“ stehen Autos rum mir Besatzung im Auto. Junglöwen liegen bei den Mülltonnen, ein Männchen und ein Weibchen unter dem Sonnendach. Wir fahren nah heran, ca. eine Stunde lang können wir aus nächster Nähe beobachten und fotografieren. Dann sehen wir dort noch zwei Gelbschnabeltokale bei der Balz. Toll wie die sich aufführen.

Weiterfahrt zur „Khiding und Malatso“ Pan, dann zur Mabuasehube Pan. Am Platz 1 wunderbarer Blick von oben, aber ohne jede Einrichtung. Ankunft am „Monamodi“ Platz 2 gegen 15 Uhr. Heute haben wir außer uns immerhin noch 7 Autos gezählt.

28. 02.

Leopardenspuren ums Auto. Mittags am „Lesholoago“ Pan keine Tiere. Plötzlich minimal Hagel und Regen. Abends hat Olaf eine Manguste gefüttert, die Tiere scheinen zu wissen, daß Ihnen nichts geschieht. Tags um die 40°C, Nachts 15°C.

01. 03.

Mittags Rückankunft in Nossob illegal über die andere Piste. Unterwegs gibt es ein paar schöne Pan´s und Oryxantilopen. Es ist heiß, um 16 Uhr noch über 40°C.

02. 03.

Rückfahrt nach Twee Rivieren. Wir sehen noch mal viele Tiere.Ein Gepardenweibchen mit 4 Jungen, ein völlig müdes Löwenpaar, dann 8 Löwinnen mit einem Pascha unter Bäumen, Springböcke kämpfend und Strausse mit Jungen. Heiß am Tag, angenehm bei Nacht.

03. 03. Fahrt über Mata Mata an der Grenze bis zur Auob Lodge nördlich „Gochas“.

04. 03. Fahrt zurück nach Windhoek – Elisenheim.

05. 03. Auto richten

06. 03. Abends Rückflug nach Frankfurt