Westafrika Herbst 2009

Marokko - Mauretanien - Mali - Burkina Faso - Togo

Etappe 3: Von Tébélé (Burkina Faso) nach Lomé (Togo)

Ortsnahmen und Schreibweise nach Michelin Karte 953

11. 11. 2009 Mittwoch 22.Tag Tébélé

Auf der Fahrt nach „Po“ fahren wir durch schöne Dörfer, bestehend aus in sich geschlossenen Gehöften.
Den Versuch den „Foret et Ranch de Nazinga“ zu besuchen blasen wir ab obwohl wir schon einen Führer angeheuert haben, nachdem wir erfahren, daß  z.Z. keine Tiere zu sehen sind, es ist praktisch noch Regenzeit, da gibt es überall etwas zu fressen und zu saufen, also gibt es keinen Grund für die Tiere zu den Tränken zu kommen.

(Kosten für 2 Personen, 1 Auto, 1x Übernachten, Fotoerlaubnis und Führer – 35 000 CFA = 53 Euro.)

Dafür wollen wir nach „Tébelé“ fahren, einem Dorf mit schön bemalten Häusern in einem eigenen Stil. Die Bewohner leben als ganze Familienclans zusammen in einer Art Gehöfte. Ohne Führer geht nichts; wir besichtigen das Anwesen des Dorfältesten, es sollen hier 189 Personen leben. Dann fahren wir noch aufs Land in ein wunderbares Gehöft, das hervorragend erhalten bemalt ist. Dann Krokodile an einem Tümpel, ein Junge lockt diese mit seltsamen Tönen heran.

12. 11. 2009

Schock - der Führer will für die gestrige Führung, das Essen in seiner Auberge sowie das Parken mit Übernachtung vor seiner Auberge 50 000 CFA = 75 Euro.

Nach Karte führt eine Piste nach Osten in Richtung Bitou mit Brücke über den Nakambé (White Volta). Leider führt diese Piste direkt ohne Grenzstation westlich von Bawko nach Ghana. Die Versuche wieder illegal nach Burkina zurück zu kommen scheitern entweder an Posten an den entspr. Abzweigen oder am Gelände. Auf einer guten Piste landen wir dann an der Grenzstation, aber auf der falschen Seite. Olaf bequatscht die Grenzposten - Medikamente und ein Bonus für die Kaffekasse tun ein Übriges - und wir werden - ohne Stempel, wir waren eben nicht da - an die Burkina Grenze begleitet. Dort gibt es dann einen Einreisestempel - woher auch immer, wir waren ja schon mal in BF eingereist aber nie ausgereist, zumindest offiziell - und nach insgesamt einer Stunde waren wir wieder offiziell in Burkina Faso.
Ausreise aus BF und Einreise in Togo in Sinkassé, eine Stunde, ganz easy. Lager irgendwo im Busch, ein "ganzes Dorf" als Zuschauer.

13. 11. 2009 Togo

8.00 Uhr; 27° C
An der Grenztankstelle hat uns ein Engländer gesagt wie wir auf die Kafferoute kommen. Bei Niamtougou (zwischen Kande und Kara) vor dem Militärflughafen rechts ab. Schön, aber bald ist die gute Piste zu Ende, nur noch Trampelpfad abwärts. Sehr schöne Gehöfte in touristisch unbesuchter Gegend.
Tierpark "Sarakawa". Rundfahrt mit den Rangern bis es zu regnen anfängt. Danach Sonnenuntergang vom Feinsten, wir sitzen nur da und staunen, anschließend auf der ganzen Wiese vor und um uns herum Myriaden von Glühwürmchen. Der Empfang in den Tropen ist geglückt. Für die Rundfahrt und den Campplatz 15 000 CFA.

14. 11. 2009

7.00 Uhr; 22°C
In Blitta biegen wir parallel zur Hauptsrasse durch den Busch entlang der alten "Teakeisenbahn". ab Wir fahren durch neu gepflanzte Teakwälder auf schlechter Piste. In Nyamassila zurück zur löchrigen N1. Ein weiterer Versuch in Atakpamé in Richtung Westen bringt uns aber nur bis zu einem Funkmast in 800m Höhe, dort ist die einzige Übernachtungsmöglichkeit, sonst überall dichtester Busch. Nach einem ordentlichen Gewitter nur noch 21,5°C.

Wir gewöhnen uns auch allmählich an die vielen verunfallten oder wegen technischer Defekte liegengebliebenen LKWs auf der Nord-Süd Hauptverbindungsstrecke.

15. 11. 2009

8.00 Uhr; 27°C ; gefühlte Luftfeuchtigkeit 100%, es tropft von mir beim Schreiben.
Wir fahren doch die "Urwaldrunde" über Klapé Adamé zurück nach Atakpamé. Wunderschöne Landschaft und Dörfer aus der Kolonialzeit. In fast jedem Dorf nebeneinander eine christliche Kirche irgendeiner Sekte und daneben eine Mosche.
Gegen 16 Uhr sind wir in Lomé nach ca. 10 000km Fahrt. Die "Strandpromenade"[ist eine Baustelle, durch die sich tausende von Autos und vor allem Mopeds quälen. Es ist alles ziemlich vergammelt. Bei Alice, einer 80zig jährigen Schweizerin - eine Institution in Lomé - finden wir unseren Standplatz fürs Auto. (N 6° 10.093/ O 1° 20.444) Um 16 Uhr das obligatorische Gewitter obwohl eigentlich Trockenzeit ist. Die Temperatur ist danach angenehm.

16. 11. 2009 Lomé

9.00 Uhr; 31°C Luftfeuchtigkeit grässlich
Wir fahren der Küste entlang fast bis zur Benin Grenze (Togo ist nur 50km breit).Strände sind zum Teil traumhaft, z.T. total verdreckt. Gutes Mittagessen im "Oasis" vor der Grenze in Aného an der Einmündung eines Flusses. Klischefotos am Strand z.B. beim "Obama beach" . Nachmittags nach Lomé, erstaunlicherweise gibt es sogar einen "Touristenmarkt", doch wo sind die Touris?

Abends lernen wir all die "Typen" kennen, die bei Alice leben und/oder rumhängen.

17. 11. 2009

Lomé, essen beim Franzosen "Le Triskell" - Klasse.

18. 11. 2009 Mittwoch 29. Tag

Langustenessen am Strand  bei Kofi (der am Freitag geborene), einem Fischer.

19. 11. 2009

Auto richten, baden

20. 11. 2009

Abflug nach Casablanca um 4.30 Uhr. Casablanca Mosche und Stadt besichtigt.

21. 11. 2009 Freitag 32. Tag

 Flug Casablanca - Frankfurt und Heimfahrt nach Ulm.